Schlammikaze-Tour

Fahrer/innen: mit Benjamin, Jonas, Mark und Thomas
Strecke: Lückner, Rissenthal, Rimlingen, Losheim, Niederlosheim
Dauer/Länge/Höhenmeter: 2 Std
Wetter: 7 Grad, Regen

Falsch gefahren
Mark fragt per Telefon vorsichtig nach, ob wir denn fahren, Thomas steht schon vor der Tür. Wir lästern ein bisschen über sein total verdrecktes Fully, es sollte am Ende der Tour sauberer sein als zu Beginn.
Erstmal eiern wir die Oppener Kuppe hoch und genießen die tolle Aussicht auf den Hochwald. Extrem gutes Wetter zum Mountainbiken und in die Ferne schauen. Für den folgenden Tourenabschnitt bekommt Mark die Schuld in die (zu diesem Zeitpunkt noch nicht voll gelaufenen) Schuhe geschoben. Eigentlich wollten wir nur ein kurzes Stück Schluchtenweg fahren, Mark verpasst eine Abfahrt, er muss ja auch immer vorne fahren (zugegeben: weil sich beim Guide wiedermal die Kette hochgezogen hatte) – und er fährt natürlich den Schluchtenweg weiter. Ein sehr schöner Weg – bei gutem Wetter. Wir haben so unsere Probleme mit den Schieflagen und Brückchen. Manche Stege sind so glatt, dass wir froh sind unsere Bikes als Stütze dabei zu haben. Wenn am Sonntag der RV Möve hierher wandern möchte, empfehlen wir dringend Schuhe mit langen Spikes und in jeder Hand zwei Nordicwalk-Stöcke.
Bremsen ohne Backen
Inzwischen regnet es richtig. Die Wege sind entweder teuflisch glatt oder saftig weich. Mark fährt – leicht wie eine Feder – flott vorne weg. Wer genau aufpasst, merkt, dass er sich öfter mal einen Riegel genehmigt… Die Tour führt uns von Rissenthal nach Rimlingen und von dort zum Waldhof. Zur Erholung gibt es ein kurzes Stück Teerstraße. Der Blick von der Höhe über den Waldhof hinweg bleibt verhangen. Auch Losheim zieht linkerhand ziemlich trübselig an uns vorbei. Irgendwann merkt Thomas, dass seine Scheibenbremse hinten nicht mehr so arbeitet, wie sie soll. Kein Wunder bei dem Wetter! Er zieht ein paar Schräubchen nach, doch es hilft nichts, bis er merkt, dass sich der Bremsbelag aus dem Staub, äh Schlamm gemacht hat…
Komplimente
Zum Schluss werden wir noch mit Komplimenten überhäuft. Da sind doch tatsächlich noch eine Menge Leute bei dem Sauwetter unterwegs. Die Süchtigen. Keine Mountainbiker. Eine Gruppe Wanderer. Jemand tituliert uns als Dreckspatzen und unsere Frauen würden sich schon freuen, wenn wir nach Hause kämen. Ein paar Meter weiter finden uns zwei Joggerinnen zum Anbeißen. Wie sie das wohl gemeint haben? Thomas fuhr als Letzter, seine strammen Waden glänzten in der engen und nassen Radhose wie geölt… Jonas mit seiner flattrigen Sultanregenhose sah wohl nicht so knackig aus…
Kamerahärtetest
Die neue Kamera, erst eine Stunde vor der Tour eingetroffen, muss ihren ersten Härtetest bestehen. Die üblichen Geräte haben den Mountainbikeeinsatz nicht gut überstanden, das geht so langsam ins Geld. Nässe, Dreck und Kälte zwingen sie bals in die Knie. Die neue Olympus soll stoß- und wetterfest sein. Trotzdem waren viele Bilder irgendwie verwackelt…
(Info: laut Wikipedia bezeichnet man mit Kamikaze die Selbstmord-Angriffe japanischer Piloten im Zweiten Weltkrieg)

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4 Antworten auf „Schlammikaze-Tour“

  1. Ein Guide dreht durch… ja, es war recht matschig, sehr sogar. Und Jonas muss ich mich anschliessen, der Guide war sehr flott unterwegs ;-)

    Tipp für die schlammigen Touren: auch wenn es sich nach der Tour nicht lohnt, das Rad ganz sauber zu machen, dann zumindest schauen, dass der Antrieb einigermaßen sauber ist, dann knirscht es nicht so doll und die Kette hält auch länger.

  2. Super Tour heute. Sonnenschein, fast schon zu warm und staubige tolle Schluchtentrails… gegen Schluss hatte ich leider nix mehr zu trinken. Der Guide hat ein strammes Tempo vorgelegt!
    mfg
    Jonas

  3. hallo

    ihr seid ja auf den bildern echt zu bedauern aber das zeichnet echte biker aus ich war zu viel weichei heute und hab mir das nicht angetan
    wo seid ihr denn durch niederlosheim gefahren?
    ach noch was das neue tagebuch ist echt super

    tchüs
    hagen

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