Rheuma

Rheuma lindern durch Ernährung?

Wenn Freunde, Bekannte, Bikekollegen unter Rheuma leiden, fällt es schwer, den Hinweis auf die Vorteile und Möglichkeiten einer alternativen Ernährung zurück zu halten :-) Nicht immer ist das die alleinige Lösung für gesundheitliche Probleme, vielleicht aber die Basis. Wir sind davon überzeugt. Da ich selber mit einer rheumatischen Krankheit seit vielen Jahren zu tun habe, kann ich den Erfolg von Ernährungsbemühungen bestätigen….

 

Vor allen Dingen sind durch Ernährung keine schnellen Erfolge zu erzielen. Was wir unserem Körper über 30 oder 40 Jahre zugemutet haben, ist nicht von heute auf morgen zu reparieren. Also Rheuma…

 

Rheumatische Erkrankungen umfassen Krankheiten des Bewegungsapparates, die mit Schmerzen und Bewegungseinschränkung einhergehen können. Meist liegt eine Entzündung der Gelenke zugrunde, ursächlich ist häufig eine Fehlreaktion des Immunsystems. Des Weiteren spielen bei der Krankheitsentstehung neben einer individuellen angeborenen Veranlagung äußere und innere Faktoren eine Rolle wie Entzündungen durch bestimmte Erreger oder psychische Belastungen.

 

Die Entzündungen werden durch die Bildung von Entzündungsfaktoren, den sogenannten Eicosanoiden (Thromboxan A2, Prostaglandin E2, Leukotrien B4) ausgelöst, die aus der Fettsäure Arachidonsäure gebildet werden. Je weniger Arachidonsäure mit der Nahrung zugeführt wird, desto weniger Entzündungsmediatoren können gebildet werden.

 

Wo ist dieser Botenstoff enthalten?

Lebensmittel Gehalt an Arachidonsäure in mg/100g Lebensmittel (nach: Adam 1994)

Schweineschmalz 1700

Schweineleber 870

Eigelb 300

Thunfisch 280

Schweinefleisch 120

Rindfleisch 70

Ei (gesamt) 70

Kalbfleisch 53

Huhn 42

Camembert 34

Kuhmilch (1,5%) 2

Kartoffeln, Obst, Gemüse, 0

Nüsse, Sojaprodukte 0

pflanzliche Öle 0

 

Diese Untersuchung zeigt, dass nur tierische Lebensmittel diese Fettsäure enthalten, d.h. optimal wäre eine vegetarische Kost oder sogar eine vegane bzw. eine Einschränkung des Fleisch- und Wurstkonsums. Bei „normaler Kost“ werden etwa 200-400mg/Tag, bei einer vegetarischen Ernährung nur ca. 50mg Arachidonsäure pro Tag aufgenommen.

 

Vitamine und Spurenelemente

Bestimmte Vitamine und Spurenelemente (Antioxidantien) haben eine entzündungshemmende Wirkung und sollten daher bei rheumatischen Erkrankungen vermehrt zugeführt werden. Dies betrifft v.a. die Vitamine C, E sowie das Spurenelement Selen. Die Antioxidantien besitzen die beste Wirkung, wenn sie gemeinsam aufgenommen werden (Synergismus)!

 

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Biken und Rheuma   
Je nach Rheuamart und Gesamtzustand ist Radfahren zu empfehlen. Körperliche Aktivität hält die Gelenke von Rheumatikern agil, kräftigt ihre Muskulatur und mildert Schmerzen. Eigene Erfahrungen bestätigen das: Die berühmte Morgensteifigkeit der Wirbelsäule (!) lässt sich gut durch Pedalieren regulieren…

(nach www.ernaehrung.de)

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