Altfels

    Fahrer/innen: mit Jörg
    Strecke: Mettlach, Orscholz, Leukbachtal, Freudenburg, Kastel-Staadt, Saarburg, Taben-Rodt, Mettlach
    Dauer/Länge/Höhenmeter: 5:10 Std / 65 km / 1300 hm
    Wetter: 10 – 20 Grad, Regen

Der Altfels war eindeutig der Höhepunkt der Tour ins Nachbarland. Wir starten in Mettlach und strampeln uns bis hinauf zur Cloef schön warm. Viele Touris sind unterwegs, schnell weiter.
Wir umfahren Orscholz und sausen dann hinunter ins Leukbachtal. Jörg fährt lieber bisschen langsamer, er sieht nicht gern so gesprengelt im Gesicht aus. Die Wege sind noch sehr nass und wir spritzen uns gut zu. Kurz vor Oberleuken biegen wir ab und fahren nach Freudenburg hoch. Nach dem dunklen und feuchten Leukbachtal genießen wir die wärmende Sonne.
Freudig betrachten wir die Burg. Daher wohl auch der Name. Wir machen ein wenig zu viele Fotos und vergessen die Zeit. Im Ort selber bleiben wir dann auch noch hängen. Der Ducsaal liegt ganz ruhig und verlassen da. Erst ab 10 Uhr abends geht hier der Blues und Rock ab. Livemusik vom Feinsten (große Namen: Wishbone Ash, Klaus Doldinger…)

Dann endlich: der Altfels. Schon die Abfahrt hinunter zu Seiner Mächtigkeit ist sehr spannend. Dann steht er vor uns. Wir waren schon lange nicht mehr hier, es ist bestimmt viele Jahre her.
Wir sind begeistert… und klettern hoch. In den fast senkrecht aufsteigenden Fels sind Trittspuren eingemeißelt und mit Drahtseilen gesichert. Für Schwindelfreie kein Problem, für Schwindler schon. Oben auf der vollgekritzelten Plattform gibt es die tolle Aussicht auf Kastel-Staadt und Serrig und viel Wald auf der anderen Seite. Nach der Mittagspause hier oben stürzen wir uns wieder hinab und fahren den gewundenen Trail bis ins Tal hinab und schieben uns den ersten steilen Teil des Kasteler Felsenpfades hoch. In einen sansften Auf und Ab umrunden wir den Felsberg, unterbrochen durch einige Treppen. Wir gönnen uns gut die Hälfte des Weges und steigen dann in den Ort hinauf, um uns die Klause anzusehen und einen Blick auf die Saar zu werfen.

Über die Straße und später Treidelpfade fahren wir nach Saarburg. Dort wollten wir eigentlich einen Kaffee trinken. Doch unser „Stammlokal“ ist leider vereist und sucht einen neuen Pächter. Auf unseren jährlichen Saarburgtouren gab es dort immer die Bratkartoffeln und das Bier. Auch die anderen Cafes, die uns gefallen haben (unten an der Saar) hatten geschlossen und suchen Nachmieter…
Auf der anderen Seite geht es ohne Kaffee den Radweg weiter bis zur Staustufe Serrig und dann hinüber nach Hamm, das wir bisher nur aus der Drachenfliegerstartplatzperspektive kannten. Dort unten liegt auch der Landeplatz und einer kam dann auch angesegelt und ist mit einem lauten Plopp eingeschlagen…
In dem winzigen Örtchen Hamm hätten wir wieder die Zeit vergessen können, so still, altmodisch und idyllisch ist es…

Von der Michaelskapelle in Taben-Rodt aus folgen wir dem Königsweg bis zur Kreuzung, die uns am Bach entlang hinunter zur Saar bringt. Hier sind wir sonst beim Saarschleifenmarathon hochgefahren und haben die ersten Stöhnlaute von uns gegeben, wegen des immer nassen und rutschigen Pfades. Diesmal können wir den romantisch dahin schlängelnden Bach unsere volle Aufmerksamkeit schenken. Die Lutwiniuskapelle und Schloss Saareck sind dann die letzten Stationen der Reise ins Nachbarbundesland, in die Kultur und Geschichte der Region… Den Kaffee gab es dann zuhause.

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