Nepal 2014: Götter und Tempel

Kein Dorf in Nepal, durch das wir in den drei Wochen kamen, ist ohne ein religiöses Monument, einen Schrein, ein Chörten, einen kleinen Tempel. Diese religiösen Elemente haben uns Tag für Tag begleitet. Sie passen zu diesem bunten, lebendigen Land und seinen Menschen. Die prägende Religion ist der Hinduismus, aber auch der Buddhismus spielt eine große Rolle. Es ist erstaunlich, wie diese beiden Glaubensrichtungen nebeneinander existieren, sogar vermischt sind.

Die Vermischung von Glaubensausübung und Tourismus war für uns jedoch nicht immer erträglich. Besonders an den wichtigen Pilgerstätten wie beim Great Stupa oder den Pashupatinath-Tempeln in Kathmandu treffen diese beiden Gruppen massenweise aufeinander. Wie kommen die Einheimischen damit klar? Die Sadhus, die asketischen Heiligen der Hindus, die mit Sich-Fotografieren-Lassen Geld verdienen, kommen scheinbar damit klar. Auch durch die vielen Andenkenläden und Verkaufsstände kommt wohl Geld in die Tempelkassen…
Wenn die Tempel, die wir uns ansehen wollten, aber mit Touristen richtig vollgestopft waren, haben wir uns lieber eine ruhige Ecke abseits gesucht…
Da war es schon angenehmer, manchmal sogar anrührend z.B. in den Dörfern oder auch in Kathmandu im Vorbeigehen zu sehen, wie die Menschen an den kleinen Schreinen ihren Rituale praktizierten: die Glocke läuteten, ihre Opfergaben (Blumen) ablegten, ein kurzes Gebet murmelten – und weiter zogen.

    …Die Aussage, Religion sei ein wichtiger Bestandteil des nepalesischen Lebens, ist untertrieben. Religion und Alltag sind untrennbar miteinander verbunden. Die Puja, das Gebet zu Ehren der Götter, ist Teil des Lebens. Es gibt die kleine Puja in den eigenen Wänden und die größere Puja bei den Tempeln. Früh morgens bilden sich schon lange Schlangen vor den beliebtesten Heiligtümern, bei denen meist fünf Gaben geopfert werden: Blumen, Weihrauch, Licht, Sindur (gefärbtes Pulver) und Lebensmittel, z.B. Reis. Zuerst umwandeln die Gläubigen die Wohnstätten des jeweiligen Gottes, dann überreichen sie die Gaben und empfangen den göttlichen Segen. Dazu nehmen sie etwas rote Farbe mit der Fingerkuppe vom Kultobjekt und tupfen sie sich als Punkt, als Tika, auf die Stirn.
    (www.allesuebernepal.com)

Im Netz gibt es viele Seiten, die den Buddhismus, eher ein Philosophie als eine Religion, und den Hinduismus, eine Religion mit vielen fantasievollen Göttern, erklären. Das sei den Lesern hier erspart.

Mit unserem deutschsprachigen Guide haben wir an einem Tag einen Besichtigungsmarathon gemacht, eigentlich zu viel für einen Tag. Es hat uns überwältigt. Besucht haben wir: den Affentempel (Swayambuh), auf einem Hügel gelegen, den zentralen Platz mit Königspalast (Durbar Square), den Great Stupa in Boudha und die Tempel mit den Verbrennungstätten (Pashupatinath). Davon handeln auch die Fotos…

Der Affentempel
Ziemlich viel Betrieb, viele Andenkenläden und Verkaufsstände auf dem Tempelgelände…

Great Boudha Stupa
… ist ein wichtiges Heiligtum für die tibetischen Buddhisten, der Ort wird auch gern „Klein-Tibet“ genannt. Um den Stupa herum befinden sich über 30 Klöster…

Durbar Square und Königspalast
… liegen im Zentrum Kathmandus. Es gibt viele, viele Schreine, Tempel und Heiligtümer, deren Namen man sich kaum merken kann…

Pashupatinath, die hinduistischen Verbrennungsstätten

Allgegenwärtig auf unseren Touren waren die Gebetsfahnen und die Gebetsmühlen. Darüber im nächsten Beitrag mehr…

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