Mysterytour Vier: Odilienkapelle (Update)

Start: Oppen (Feuerwehr/Dorfplatz,Weiher)
Zur Orientierung kann am besten Komoot benutzt werden! Siehe unten!

Einmalig von ihrer Lage und von ihrer Geschichte her: die Odilienkapelle mit der Odilienquelle. Zudem ein tolles Mountainbikerevier. Empfehlenswert ist eine kleine Singletrailrunde (Siehe Karte Komoot)

 

Im „Großen Lückner“ entspringt also diese uralte Quelle, die Odilienquelle. Ihr Wasser soll heilsam sein. Vor allem Augenkranke erhoffen sich hier Linderung und Heilung ihrer Leiden. Alljährlich am Pfingstmontag ist Wallfahrt zur Odilienquelle. Eine Prozession führt von der Pfarrkirche Wahlen aus zur Odilienquelle im Lückner. Das Kapellchen ist aus Buntsandstein im gotischen Stil gemauert und idyllisch im Wald gelegen.

Bemerkung:
Die Idylle wird leider dadurch gestört, dass viele Leute mit dem Auto bis zur Kapelle vorfahren, um an der Quelle literweise das kostenlose Wasser abzufüllen. Seit die Barriere an der Straße verschwunden ist, lässt sich niemand von einem „Durchfahrt verboten-Schild“ abhalten. Als die Schranke noch existierte, sind die Leute mit einem Handwägelchen bis zu Kapelle gefahren…

 

Verschiedene Quellen lassen darauf schließen, dass die Quelle schon vor der Christianisierung als Heilquelle, als „Heidenquelle“ bekannt war. Aber wie kommt die Odilia hier in den Wald? Die Legende von der Hl. Odilie geht folgendermaßen: Als Tochter des elsässischen Herzog Eticho kommt sie blind zur Welt und wird deshalb vom Vater verstoßen. Eine mitleidige Amme rettet das Kind und bringt es ins Kloster Parma. Dort wird es getauft und das Wunder geschieht: Odilia erhält das Augenlicht wieder. Den Vater überkommt die Reue und er übergibt seiner Tochter die Burg, die daraus ein Kloster macht. Als Äbtissin schlägt sie eines Tages unterhalb der Burg eine Quelle aus dem Felsen, die ihren Namen bekommt.

 

Eine Fotosammlung zeigt die Schönheiten des Mountainbikens im Lückner…

Soweit die Legende. Daraufhin avanciert Odilia im hohen Mittelalter zur „himmlischen Augenärztin“. Von überall her kommen die Pilger zum Kloster und überall werden Quellen und Brunnen auf Odilias Namen geweiht, vorzugsweise solche, die schon vorher im Rufe standen Augenleiden zu heilen. Dies geschieht auch am Lückner.
Die als Augenquelle bekannte Quelle wird im hohen Mittelalter der heiligen Odilia geweiht, damit christianisiert. Eine erste Kapelle wird errichtet. Aus einem Protokoll des Kirchenrates Wahlen aus dem Jahr 1860 geht hervor, dass dies im 17. Jahrhundert gewesen sein muss.

 

Eine lokale Legendenversion stellt die Geschehnisse etwas anders dar. Danach soll Odilia ihre brennenden Augen in der Quelle am Lückner gekühlt haben. Also glauben die Hiesigen, dass nicht die Äbtissin mit ihrem Stab das Wunder bewirkt hat, sondern die Quelle hat das Wunder an Odilia bewirkt.
Ein anderer Brauch kann an der Kapelle auch bewundert werden, der jedoch mit Odilia nichts zu tun haben soll: das „Kinnerstechen“. Rings um die Kapelle stehen kleine handgemachte Holzkreuze, die um Kindersegen bitten.
Wer also nicht nur gut biken will und die richtige Einstellung mitbringt, kann die Kräfte dieses Ortes auch anders für sich nutzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.