Werkstatt abgebrochen

Das erste Mal seit fünf Jahren Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge: Wir brechen die Werkstatt schon um 10 Uhr ab und schicken die Leute nach Hause…
Als wir um 9 Uhr kommen – diesmal selber mit Fahrrad – stehen etwa 40-50 (!) Leute in Wartestellung. Syrer, Afrikaner, Erwachsene, Kinder gemischt. Da wir nur zur Zeit vier fertige Räder zur Verfügung haben, kündigen wir eine Verlosung dieser Räder an.

Kaum haben wir unsere Tische und Bänke aufgebaut drängen sich alle wieder heran – in der Hoffnung, irgendwie der/die erste zu sein.
Inzwischen sind Semon und Mohammad gekommen und können zumindest in Arabisch übersetzen. Die Lose sind vorbereitet, aber die Masse drängt sich so dicht heran, dass ich darum bitte, eine Reihe zu bilden. Was leider nicht funktioniert. Als ich mich dann auf die andere Seite auf den Schulhof stelle und die Schachtel mit den Losen hinhalte, gibt es Chaos – und wir brechen das Ganze ab und schließen die Werkstatt.
Fazit: So können wir nicht mehr weitermachen. Es sei denn mit „Polizeischutz“…
Wir werden also an Flüchtlinge aus Lebach keine Räder mehr ausgeben. Nächste Woche werde ich mit den Leuten vom Diakonischen Werk, die im Lager eine Werkstatt betreiben, nochmal reden und sie bitten, sich selbst gebrauchte Räder zu besorgen…Wir werden Spendenangebote, die zu uns gelangen und aus dem Raum Lebach stammen, jetzt direkt an die Diakonie „weiterreichen“…


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