Ein Schloss und eine Römerbrücke

Diesmal sind wir landeinwärts unterwegs. Nach einem nötigen Einkauf von Lebensmitteln machen wir noch eine kleine Tour entlang des Aber Bennoit und später am Aber Wratch vorbei.

Die Abers sind bretonische Fjorde – wenn auch nicht so tief wie die norwegischen. Das Meer reicht aber bis in die Flussmündungen hinein und diese Meeresarme sind ebenfalls den Gezeiten ausgesetzt und im Laufe des Tages mehr oder weniger von Wasser bedeckt. Entsprechend riecht es im Landesinnere ebenfalls stark nach mehr/Meer…

Zuerst treffen wir aber auf ein Schloss in Privatbesitz. Sehr gepflegt und geschmackvoll gestaltet, sowohl innen als auch außen. Da einige Türen offen stehen und niemand zu sehen ist, strecken wir unsere vorwitzigen Nasen in einige Räume und Gewölbe: Zeitsprung! Einige Jahrhunderte zurück…

Info: Chateau de Kerouartz
Das heutige Schloss wurde zwischen 1580 und 1602 erbaut. Von der alten Römerstraße führt eine breite Allee von mehr als einem Kilometer Länge dorthin. Das Außenportal mit Fußgänger- und Fußgängertüren wird von einer Machikolation überragt und von zwei Türmen verteidigt, die mit einer doppelten Batterie von Embrasuren durchbohrt sind. Das in großen Einheiten sehr wertvolle Hauptgebäude stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert (1602). Rechts ragt ein gewölbter viereckiger Turm mit gebrochenen Winkeln heraus. Ein weiterer runder Turm, ebenfalls kuppelförmig und mit Schlupflöchern versehen, steht an der nördlichen Ecke der hinteren Fassade. Im Hof ​​befindet sich ein Brunnen mit einem Blei-Edicule und einem großen Trog, dessen Ecken geschnitten sind, um Krüge und Eimer abzulegen. Wappen: „Argent auf dem Sandrad, begleitet von drei Croisettes derselben“ Kapelle des Château de Kerouartz wird in den alten Gesetzen nicht erwähnt und erscheint nicht in alter Bauweise, obwohl mit alten Baumaterialien gebaut verfallen.(www.abcsalles.com/)

Über einige ziemlich zugewachsene Trails geht es am Aber Wratch weiter zu eine alten Römebrücke, der Pont du Diable. Gerüche von Altertum und Algen umwehen uns, Möven kreischen im „Urwald“…
Da es zu regnen beginnt, machen wir uns auf den Rückweg, durch kleine Dörfchen und vorbei an halb verfallenen Bauernhöfen…


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