Im Zauberwald von Huelgoat

Geplant war eine Mountainbike -Tour rund um Huelgoat. Am Ziel war mein Vorderrad jedoch platt und es stellte sich heraus, dass diese Runde mit MTB nicht sinnvoll gewesen wäre. Also lassen wir die Räder stehen und gehen zu Fuß los… zum nächsten Hochlicht in der Bretagne.

Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus und der Fotoapparat bekommt drei Stunden lang kaum eine Pause…
Das herrliche Felsenmeer, gelegen in einem alten Wald, erstreckt sich vom kleinen See des Ortes bis über eine Schlucht hinweg entlang der Rivière d’Argent (Silberfluss) und ist ein wahres Naturwunder. So etwas haben wir noch nie gesehen!
Bei der Vorbereitung auf diese Reise wusste ich zwar von diesem Schauspiel und habe ein paar Fotos gesehen, aber dass es solche Ausmaße hat und so beeindruckend ist, haben wir erst vor Ort gesehen.

Wir wandern also drei gute Stunden lang durch diesen Zauberwald, meist an diesem verwunschenen kleinen Bach entlang – und gönnen uns keine Pause, bis wir irgendwann einfach ko sind…
Gottlob sind wenige Touristen hier unterwegs und wenn oben auf den breiten Wegen, während wir einem schmalen, oft sehr nassen Fußpfad folgen…

Info

    Diese Felsen entstanden im Erdinnern aus ursprünglich flüssigem Gestein, das bis unter die Erdkruste aufstieg und durch die natürliche Erosion im Laufe der Zeit schließlich aufgedeckt wurde. Manche der Felsen rollten dann die Hänge hinab und kamen unten in einem riesigen Haufen gegen- und übereinander zur Ruhe.

    Die Gegend ist eine Wiege von Rätseln & Legenden:
    Nach der Überlieferung machte der legendäre Riese Gargantua eines Tages in Huelgoat halt und bat die Dorfbewohner, ihm zu Essen zu geben. Diese gaben ihm nur einen schlechten Buchweizenbrei, von dem er nicht satt wurde. Wütend und enttäuscht verließ Gargantua das Dorf und schwor Rache. In der wohlhabenden Gegend Léon im Norden des Finistère konnte er endlich seinen Hunger stillen. Nach der Mahlzeit wanderte Gargantua die Küste entlang und hob dabei mit seinen riesigen Händen große, von der Brandung rund geschliffene Felsbrocken hoch, die er über die Monts d’Arrée bis nach Huelgoat warf, wo sie entlang der Rivière d’Argent und im ganzen Wald zu Boden fielen. Noch heute zeugt einer dieser Felsen vom Zorn des hungrigen Riesen…

    Im Mischwald dominieren Buchen, Eichen und Kastanienbäume. Wunderschöne Farne und Moose gedeihen in der feuchten Luft, die sie für ihr Wachstum brauchen. Manche im restlichen Europa sehr seltene Arten sind hier vertreten.

(http://www.finistere-tourismus.com)


… das war nur eine kleine Auswahl von über 200 Fotos. Demnächst mehr auf dieser Bühne…

Auf dem Rückweg kommen wir durch eine weitere berühmte bretonische Gegend, die Monts d`Arree. Hier stehen die höchsten Berge der Bretagne, kaum 400 Meter hoch, aber ziemlich wild und zackig. Schöner Blick ins heute diesige, verregnete Land…


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