Novembermelodie

    Fahrer/innen: mit Sebastian
    Strecke: Lückner, Litermont
    Dauer/Länge/Höhenmeter: 2:00 Std.
    Typ/Zweck: Fitness
    Wetter:5 Grad, Regen, Nebel
    Fotos: Sony rx100 / 10St.
    Rad: Levo

Der November ist schon ein besonderer Monat: viel trauriges Wetter, viele traurige Feiertage, Nässe und Kälte – da schickt man keinen Hund vor die Tür, wie man sagt. Wir haben heute, zum Novemberauftakt zwar Novemberwetter gehabt, aber sehr viele Leute waren unterwegs – wir auch…

Eigentlich war eine Pilzsammeltour geplant, aber das Wetter hat dann nicht gepasst. Angesehen haben wir uns aber schon welche. Zum Beispiel zeigt mir Sebastian einen Hexenröhling, genau so schön wie ein Steinpilz, sieht auch ähnlich aus, nur unterm Schirm leuchtet er eher rötlich. Ein anderer heller Pilz sieht ebenfalls sehr formschön und kompakt aus, seinen Namen habe ich schon wieder vergessen… Aber eingesackt haben wir keinen.

Also viel Nebel, wenig Sicht, kalte Hände und versautes Rad – November eben…


Im November kommt dem mehr oder weniger literarisch Gebildeten vielleicht das Gedicht „Wintermärchen“ von Heinrich Heine in den Sinn. Vor zehn Jahren entstand eine Version der ersten Strophe angepasst ans Mountainbiken im Lückner:


Im traurigen Monat November war’s,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist ich nach Deutschland hinüber.
Und als ich an die Grenze kam,
Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen
In meiner Brust, ich glaube sogar,
Die Augen begunnen zu tropfen.
Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
Da ward mir seltsam zumute:
ich meinte nicht anders,
als ob das Herz Recht angenehm verblute.
(aus: Heinrich Heine, Wintermärchen)

Im traurigen Monat November war’s,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da bikt ich zum Hochwald hinüber.
Und als ich auf die Kuppe kam,
Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen
In meiner Brust, ich glaube sogar,
Die Brille begunn zu tropfen.
Und als ich die herrliche Stille vernahm,
Da ward mir seltsam zumute:
ich meinte nicht anders,
als ob das Herz recht angenehm verblute.
(frei nach: Heinrich Heine)

    Info:
    Deutschland. Ein Wintermärchen (1844)
    ist ein satirisches Versepos des deutschen Dichters Heinrich Heine (1797–1856). Dessen äußeren Rahmen bildet eine Reise, die der Autor im Winter 1843 unternahm und die ihn von Paris nach Hamburg führte. Unzufrieden mit den politischen Verhältnissen im Deutschland der Restaurationszeit, die ihm als getauftem Juden keine Möglichkeit für eine juristische Tätigkeit boten, und auch um der Zensur zu entgehen, emigrierte Heine 1831 nach Frankreich.
    1835 verbot man seine Schriften zusammen mit den Veröffentlichungen der Dichter des Jungen Deutschland. Ende 1843 kehrte er noch einmal für wenige Wochen nach Deutschland zurück, um seine Mutter und seinen Verleger Julius Campe in Hamburg zu besuchen.(nach wikipedia)

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