Allez hopp!

Endlich ist es soweit: Die Lückners nehmen zum ersten Mal als Gruppe beim Rosenmontagsumzug in Schmelz teil. Lange und vielfältige Vorbereitungen waren nötig: das Schmücken der Räder, die Suche und das Schneidern von Kostümen, das Training.

Die Lückners gehen/fahren als Jäger, ihren intimsten Feinden, das soll helfen, das negative Feindbild mental aufzulösen oder zu transformieren. Auch ein ausgiebiges Trink-Training war vonnöten. Die meisten Lückners sind zwar fit, nicht aber so sehr im Trinken von Alkohol. Und das müssen die Teilnehmer des Umzugs unbedingt sein. DAs ist närrisches Gesetz und willkommene Tradition. Schon mindestens eine Stunde vorm Startschuss um 14.11 Uhr geht es mit dem feuchten Vergnügen los. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Man ist locker, erträgt den Trubel und vor allem die Kälte viel besser mit erhöhtem Alkoholpegel im Blut. Also haben die Lückners an einigen Abenden in ihrem Clubheim kräftig trainiert. Ob es ausreicht, wird sich zeigen…

Eine besondere Technik und Geschicklichkeit verlangt das Langsamfahren im Zug. Da ist Gleichgewicht und Balance gefordert, was bei einigen Promille nicht ganz so einfach ist. Na ja, zur Not kann man ja schieben oder das Rad auf den Buckel nehmen. Das kennen die Lückners noch vom Alpencross her.
Mit einer besonderen Beschallung können sie die Schmelzer Bevölkerung leider nicht beglücken, dazu hätten sie noch Anhänger und die spezielle Technik gebraucht. Das war ihnen dann doch als zu aufwendig erschienen. Die Klingeln am Rad müssen genügen. Vielleicht kann noch jemand eine Kinderhupe irgendwo abbauen oder schnorren und ans Rad montieren. Oberchiefgeid Norbert kann da schon besser rüberkommen mit seinem neuen elektrischen Klingelhorn, das schrill wie eine amerikanische Polizeisirene tönt. Das wird die wartenden Narren begeistern!

Noch bildet die Gruppe das Schlusslicht im Zug, aber das kann sich im Laufe der Veranstaltung ändern. Vielleicht werden sie sich langsam nach vorne arbeiten. Sie haben ja schnelle Bikes und sind trainiert. Bier und geistige Getränke haben sie in den Flaschenhaltern und in den Rucksäcken verstaut. Sollte das nicht reichen, muss man sich eben bei den Kollegen auf den Wagen bedienen.

Allez hopp zesamme! Carpe Diem! Genießt den Tag! Wir leben nur einmal und nur einmal is Fassenacht im Jahr. Lasst mal so richtig die Sau raus! Die „Jäger“ freuen sich. Vielleicht habt ihr uns ja auf dem Umzug gesehen? Schickt mal Fotos, wenn ihr auch welche gemacht habt…Allez hopp!


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