Im Härtelwald

Wir können uns beide noch gut erinnern an den Aufruhr und das Medienspektakel im Jahr 1999, als es im Marpinger Härtelwald wieder Erscheinungen der Mutter Gottes gegeben haben sollte. 40 Tausend Menschen sind damals nach Marpingen gepilgert und haben das beschauliche Dorf ins Chaos gestürzt. Wir schauen an diesem Sonntag mal, was noch übrig geblieben ist von damals…

Info:
Die Marienverehrung hat in Marpingen eine mehr als 500-jährige Tradition. Der älteste überlieferte Beweis für die besondere Verehrung der Gottesmutter ist das Altarretabel in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ Marpingen, das auf den Zeitraum 1420 bis 1440 datiert wird.
Im Mai 1999 kursierten in Marpingen Gerüchte, dass es im Härtelwald erneut „Marienerscheinungen“ gegeben habe und weitere angekündigt seien. Die „Seherinnen“, so war bald zu erfahren, waren drei junge Frauen, von denen keine aus Marpingen kam.

Am 13. Juni 1999 fand bereits die fünfte „Erscheinung“ statt. Sie war zugleich die erste, die im Vorfeld vom Kapellenverein einer größeren Öffentlichkeit mit Datum angekündigt worden war. 4.000 Menschen pilgerten zu dieser Ereignis und lauschten den Botschaften der Gottesmutter, die die Seherinnen nach eigenen Angaben übermittelten. Die Zahl der Pilger stieg danach zusehends von „Erscheinungstag“ zu „Erscheinungstag“. Bei der 13. und letzten „Marienerscheinung“ am 17. Oktober 1999 kamen rund 40 000 Menschen nach Marpingen. (marpingen.de)

So wird unsere Sonntagstour auch eine Art Pilgerreise
Station 1: Höchsten
Hier bewundern wir zuerst den schönen Steinturm. Beim Cafe Waldfriede steht ein offener Schuppen mit viel Gerümpel: tolle Fotomotive…

Station 2: Marpingen
Die bekannte Vollkornbäckerei Leist hat offen und vor allem leckere Vollkornteilchen… Marpingen selbst liegt noch verschlafen da, aber an vielen Stellen wird deutlich, dass es sich um eine „Pilgerhochburg“ handelt: hier ein Pilgerheim, dort eine Pilgerschenke, aber wenig bzw. keine Pilger…

Station 3: Der Härtelwald
Wir besuchen die Marienstatue, der wir einen Saarstein verehren und später die Marienquelle, die uns mit Wasser versorgt. Die Anlage ist harmonisch in den Wald eingegliedert und passt hierher…

Station 4: Schloss Buseck
Es ist immer wieder mit seinem kleinen Weiher schön anzuschauen. Und an diesem Weiher sehen wir zum ersten Mal eine Biberratte (Nutria), die über den Weg läuft und ins Wasser springt. Leider habe ich sie vor Begeisterung nicht scharf abbilden können… Fünf Minuten später am Bahndamm treffen wir noch Sascha M., der auch mit dem MTB unterwegs ist – und ein Schwätzchen (auf Abstand) ist fällig…

Ja und der Trailanteil war höher als erwartet und geplant und wir haben es genossen. So sind Teile des Biberpfades auch für weniger Versierte gut zufahren…


Fahrer/innen: mit Elisabeth
Strecke: Höchsten, Steinbach, Marpingen, Berschweiler, Finkenrech, Eppelborn, Lebach
Dauer/Länge/Höhenmeter: 6:00 Std /65 km
Typ/Zweck: Sonntagstour
Wetter: 20 Grad, Sonne
Fotos: Sony rx100 / 31 St.
Steine: 2 gelegt, 4 gefunden
Rad: Levo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.