Die Odilienkapelle

… ist das spirituelle Zentrum des Lückner: Wallfahrtsort, Kraftort, Heilquelle..
Sie liegt sehr oft auf dem Weg zu irgendeiner Tour, sei es „nur“ durch den Lückner oder auch in den Hochwald.

Es ist ein besonderer Ort, an dem sich ein Verweilen lohnt, sei es um seinen Durst zu stillen, inne zu halten oder sich der Geschichte der Quelle und der Kapelle zu widmen…

Fahrer/innen: allein
Strecke: Lückner
Dauer/Länge/ Höhenmeter: 2:50 Std
Zweck: Fitness und Vergnügen
Aufbruch: 16 Grad, bewölkt
Fotos: Canon, 14 St.
Rad: Liteville

Verschiedene Quellen lassen darauf schließen, dass die Quelle schon vor der Christianisierung als Heilquelle, als „Heidenquelle“ bekannt war. Aber wie kommt die Odilia nun hierher in den Wald? Die Legende von der Hl. Odilie geht folgendermaßen: Als Tochter des elsässischen Herzog Eticho kommt sie blind zur Welt und wird deshalb vom Vater verstoßen. Eine mitleidige Amme rettet das Kind und bringt es ins Kloster Parma. Dort wird es getauft und das Wunder geschieht: Odilia erhält das Augenlicht wieder. Den Vater überkommt die Reue und er übergibt seiner Tochter die Burg, die daraus ein Kloster macht. Als Äbtissin schlägt sie eines Tages unterhalb der Burg eine Quelle aus dem Felsen, die ihren Namen bekommt.

 

Eine Fotosammlung zeigt die Schönheiten des Mountainbikens im Lückner…

Soweit die Legende. Daraufhin avanciert Odilia im hohen Mittelalter zur „himmlischen Augenärztin“. Von überall her kommen die Pilger zum Kloster und überall werden Quellen und Brunnen auf Odilias Namen geweiht, vorzugsweise solche, die schon vorher im Rufe standen, Augenleiden zu heilen. Dies geschah auch im Lückner.
Die als Augenquelle bekannte Quelle wird im hohen Mittelalter der heiligen Odilia geweiht, damit christianisiert. Eine erste Kapelle wird errichtet. Aus einem Protokoll des Kirchenrates Wahlen aus dem Jahr 1860 geht hervor, dass dies im 17. Jahrhundert gewesen sein muss.

 

Eine lokale Legendenversion stellt die Geschehnisse etwas anders dar. Danach soll Odilia ihre brennenden Augen in der Quelle am Lückner gekühlt haben. Also glauben die Hiesigen, dass nicht die Äbtissin mit ihrem Stab das Wunder bewirkt hat, sondern die Quelle hat das Wunder an Odilia bewirkt.
Ein anderer Brauch kann an der Kapelle auch betrachtet werden, der jedoch mit Odilia nichts zu tun haben soll: das „Kinnerstechen“. Rings um die Kapelle stehen kleine handgemachte Holzkreuze, die um Kindersegen bitten.

Anmerkung:
Jahrelang wurde diese Idylle an der Kapelle leider dadurch gestört, dass viele Leute mit dem Auto bis zur Kapelle vorfahren, um an der Quelle literweise das natürlich kostenlose Wasser abzufüllen. Sogar eine Party mit einigen Zelten und Musik konnten wir hier erleben. Seitdem die Barriere an der Straße verschwunden ist, lässt sich niemand von einem „Durchfahrt verboten-Schild“ abhalten. Inzwischen ist – Odilia sei Dank! – auf Betreiben der Ortsvorsteher von Oppen und Reimsbach wieder eine kleine Barriere, ein Pfosten, in den Weg eingelassen und die Wasserholer müssen zu Fuß zur Quelle „pilgern“…

Es gibt viele Möglichkeiten, eine Tour durch den Lückner zu machen, indem man die vielen schönen Trails zu einer Runde aneinander hängt. Die folgende Runde ist nur eine davon:


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