Karwendel 2007/1


Dreitägige Hüttentour durchs Karwendel

 

1. Tag: Von Mittenwald zur Falkenhütte
Filterkaffee
Lockeres Einrollen durchs Karwendeltal. Bis zur Lachetalm packen wir es, da überfällt einen von uns der Kaffeedurscht. Das Kaffeebrauen läuft ab wie zu Omas Zeiten: Tasse suchen, neben den Herd stellen, Keramikfilter drauf setzen, Filtertüte rein, Kaffepulver rein und heißes Wasser drüber gießen. Derweil genieße ich die Wärme des kleinen Vorraumes, wo noch auf einem alten Küchenofen gekocht wird. Krümel werden vom Tischtuch geschüttelt, ich helfe es gerade ziehen. Kommen schon viele Wandersleut? Der Geschäftssinn der Wirtin ist nicht zu überhören. Der Kaffee schmeckt prima, wir sitzen draußen vor der Hütte, noch ist es kühl und keine Sonne nirgendwo zu sehen. Und endlich kommt der erste Biker den Weg hoch. Schon etwas älter, der Gute, hat aber ein flottes Tempo drauf. Seine knallgelbe Sicherheitsweste steht offen und flattert, sein Rad gibt seltsame Laute von sich. Bald haben wir ihn eingeholt und er freut sich richtig: Hoabs mi jetzat?

 

 

Nicht lange und wir stoßen auf die nächste Gruppe: zwei ältere Herren mit weißem Bart. Kurzes Palaver übers Woher und Wohin. Nach einer halben Stunde – wir sind schon fast am Karwendelhaus – kommt einer der beiden uns ganz außer Puste nachgefahren: Ob wir dem Wirt der Falkenhütte Grüße von den … ausrichten könnten. Jo mei, dann machts guat!
Karwendelhaus, um die Mittagszeit. Langsam kommt die Sonne durch, immer noch kalt. Wir bleiben draußen sitzen. Drinnen ist es uns zu laut. Noch draußen hört man die zechende Gesellschaft lachen und gröhlen. Zwei Großraumtaxis stehen vor der Tür… Wir vergnügen uns derweil mit unserer Brotzeit und lassen eine der allgegenwärtigen Bergdohlen daran teilnehmen. Nach ein paar Minuten Hin und Her pickt sie die Krümel vom Sattel eines unserer Bikes…

 

 

Einfach großartig: die Kulisse der Felswände bei der Abfahrt zum Kleinen Ahornboden. Allzu oft darf man den Blick jedoch beim Fahren nicht dort verweilen lassen, denn der Weg ist zwar ausreichend breit, aber kurvig und stark geröllhaltig. Übrigens die einzige Kritik, die der Wirt auf der Falkenhütte zu hören bekommt: Wege besser kehren! Ob er es verstanden hat? Auf dem Ahornboden scheint die Sonne. Wir wärmen uns auf, füllen die Flaschen nach. Leider sind die meisten Blätter der alten Bäume schon gefallen…

 

 

Sehr anstrengend ist dann die Auffahrt zur Falkenhüttte. Wenn das Panorama nicht wäre…

 

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