Die Sonntagstouren

Eine Betrachtung
Sie sind seit bald 30 Jahren eine feste Einrichtung. Schon zu HGS´ Zeiten haben wir uns am Sonntagmorgen getroffen und sind dann losgezogen. Meist ging es in Michelbach los, aber da waren und sind wir flexibel. Je nach Zielrichtung gab und gibt es andere Treffpunkte, sei es Hüttersdorf oder Lebach oder auch Mettlach, Saarbrücken…

Solch eine feste Einrichtung wie eine Sonntagstour ist das Rückgrat (Spina dorsalis, engl.: Backbone) einer Gruppe. Und die nannte sich schon ganz früh: die Lückners. Es herrscht jedoch kein Zwang, wer nicht kann oder will, bekommt keine Minuspunkte auf einem imaginären Konto. Freiwilligkeit, Flexibilität, aber auch Kontinuität sind die wichtigen „Wirbel“ dieses Rückgrates. So kam und kommt es vor, dass jemand allein sonntags unterwegs ist oder wir sind eine große Gruppe, die schon einmal zehn Leute stark war. NM übernimmt gern die Rolle des Guides, aber wenn die anderen ohne ihn unterwegs sind, klappt das auch ohne größere Probleme. Wenn es welche gibt, werden diverse Navigationssysteme aus dem Rücksack gezogen und dann geht es weiter. Auf Wünsche und Änderungen wird natürlich Rücksicht genommen.
Es wird das ganze Jahr über gefahren, auch bei Schnee und Eis. Inzwischen haben wir uns Spikes zugelegt und damit können doch einige Stürze vermieden werden. Ausnahmen von dieser Wir-fahren-bei-jedem-Wetter-Regel gibt es hin und wieder schon.

Ein paar Fotos aus vergangenen Tagen:

Und ganz wichtig: Wir kommen in der Regel wieder zusammen zuhause an und fahren ein Tempo, das auf den Schwächsten in der Gruppe Rücksicht nimmt. Ein Vorfahren bis zur nächsten Abzweigung kommt eher selten vor. Wenn besondere Gäste sonntags dabei sind, lässt der Guide sich manchmal dazu hinreißen, ein schnelleres Tempo anzuschlagen, sei es, um dem Gast gerecht zu werden oder um zu renommieren… Die Sonntagstouren sind kein Training. Es kommt auch vor, dass bei einer großen Gruppe für kurzen Streckenabschnitte geteilt wird: Abkürzungen bzw. Umwege fahren, um alle gleichmäßig auszulasten.

Das eher gemächliche Tempo erlaubt es dann auch, die „Sonntagsgespräche“ zu führen. Je nach Besetzung ist die Bandbreite ziemlich groß. Natürlich spielt der Beruf eine Rolle. Fahren zum Beispiel zwei Informatiker nebeneinander her, ist schnell eine Stunde Fachsimpelei keine Seltenheit. Gefachsimpelt wird natürlich auch zum Thema „Mountainbike“. Aber auch Familie und Politik sind Themen, die „abgearbeitet“ werden. Wem das Geschnabbel in der Gruppe zu viel wwird – was auch manchmal bei dem ein oder anderen Mitfahrer vorkommt – bleibt eben ein paar Meter zurück oder fährt weit genug vor…

Neben dieser sozialen Funktion der Touren gibt es auch andere. Die sportlichen Ziele stehen nicht unbedingt im Vordergrund. Sonntags ist – wie schon erwähnt – kein Training angesagt. Aber wir wollen glücklich und müde nach Hause kommen. So versuchen wir, möglichst viele Trails auf einer Tour zu sammeln und das Niveau technisch einigermaßen hoch zu halten.
Auch die Länge einer Tour gehört als Anforderung dazu. Ausnahmsweise gibt es auch Tagestouren, wie zum Beispiel nach Saarburg oder zum Erbeskopf. Aber in der Regel sind wir drei bis vier Stunden unterwegs und zu familiengerechten Zeiten mittags wieder zurück. Oft wird im Sommer um 8 Uhr gestartet, in der Regel um 9.

Mit Schmelz-Michelbach als Wohnort haben wir eine gute Ausgangsposition für unsere Touren. Sie führen abwechselnd in alle Himmelsrichtungen, zugegen: meist in den Hochwald. Aber einige andere Ziele seien genannt: Saarwellingen, Siersburg, Saarschleife, Schaumberg, Ritzelberg…

Wer zählt zu den Sonntagsfahrern? Früher waren das: Hans-Gerd, Klaus S., Benjamin, Jonas, auch die Frauen Elisabeth, Andrea… Zum festen Kern der Truppe gehören in den letzten Jahren Uwe und Sebastian. Hin und wieder sind Elisabeth, Benjamin und Andrea mit Anhang(ern) dabei.
Nicht zu vergessen: die vielen Gäste, die sich sporadisch oder auch spontan anschließen…
Aktualisierung 2017: Zur Gruppe gehören inszwischen auch Jörg und Mark, die sogar aus Saarbrücken anreisen, und Elmar. Ab und zu tauchen Walter B. und Michel auf…

Eine wichtige Station auf unseren Hochwaldtouren ist das Buchheimer Kapellchen. Dort wird auch regelmäßig ein Gruppenfoto gemacht:

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