Bostalsee

Start: Schmelz, Michelbach o. Lebach
Länge/Höhenmeter: 67 km / 900 hm

 

Dies ist fast schon eine kleine Saarlandrundfahrt , auf jeden Fall mit einigen touristischen Hochlichtern: Bardenbacher Fels, Peterberg mit Sternwarte, Bostalsee, Nahequelle (und evtl. Schaumberg). Es ist keine technisch anspruchsvolle Tour, dafür aber lang und landschaftlich reizend.

Hinweg-Varianten:
1 (wie GPS):Von Nunkirchen aus zum Bardenbacher Fels und an der Prims den Radweg entlang an Lockweiler vorbei bis vor Primstal. Dort geht es am Hang entlang bis Kastel.
2 Ortsbeginn Lockweiler biegen wie links ab am Sportplatz vorbei hoch zum Meweskreuz un dann weiter über den Berg und durch den Wald bis zur Abzwegung runter nach Kastel.
3 In Krettnich abbiegen nach Nuhweiler, einem winzigen, putzigen Örtchen.. Aus dem Ort heraus geradeaus durch den Bach dem breiten Weg den Berg hoch folgen – bis zur Abfahrt nach Kastel.

In Kastel auf der anderen Seite der Autobahn beginnt der Anstieg bis zum Peterberg (500m). Ein langer, aber eher gemütlicher Anstieg bis zur zur Sternwarte und dann zur „Alm“ auf dem Peterberg (584m).
Haben wir diese touristischen Attraktionen und die Leute, die sie benutzen, genügend genossen, biegen wir an der Peterbergkapelle ab und bewegen uns über die Höhe in Richtung Bosen. An der nächsten großen Kreuzung (Schild „Bosen“) müssen wir uns links halten. Ein breiter Weg lädt zum Tempomachen ein. An der Kreuzung mit der Teerstraße, dem Kuhnenkreuz, müssen wir dieser nach links folgen und wir gelangen nach Bosen.

An großen Parkplätzen vorbei suchen wir den Weg zum Jachthafen. Die Bänke und gastronomischen Einrichtungen laden zum Verweilen und Beobachten ein. Vom Schlauchboot bis zur überdimensionierten Jacht ist hier alles vertreten. Räder dürfen auf die Imbissterrasse nicht mitgenommen werden, aber man hat von dort einen guten Blick auf den See.

Rückweg
Ein vom Fußweg optisch getrennter Radweg führt dann hinter der Restauration rund um den See. An schönen Tagen begegnen wir zwar weniger Mountainbikern, dafür aber vielen Radfahrern. Bevor der Radweg links um den See herumführt, biegen wir auf die Hauptstraße ab und fahren nach Neunkirchen rein. (Die Karte zeigt eine andere Variante!)
Im Ort biegen wir Richtung Eiweiler ab. Der zweite Feldwirtschaftsweg links führt uns an einem Wäldchen vorbei nach Selbach. Im Ort folgen wir den Schildern zur Nahequelle.
Mit ausreichend Nahequellwasser in der Flasche geht´s weiter zum Hofgut Imsbach und dann in Richtung Schaumberg. Wer noch Zeit und Puste hat, kann ihn noch mitnehmen. Wie es vom Schaumberg aus zurück geht, kann unter der Schaumberg-Tour nachgelesen werden.
Ansonsten fahren wir vor Theley die Autostraße ein Stück in Richtung Hasborn. Die nächste Abzweigung rechts bringt uns über die Autobahn. Steil geht es den Johannes Kühn Weg hoch. Auf der Höhe, dem breiten Weg, halten wir uns links. Bald stoßen wir wieder auf den JK-Weg, der uns durch ein kleines Wäldchen zur Krezung hinunter nach Primsweiler bringt. Wir fahren aber den Berg weiter hoch, direkt an einem Primstaler Windrad vorbei.

Oben im Wald führt parallel zum Hauptweg ein schöner Weg zum Roten Klupp und den Onkelsberg hinunter. Nach der Grillhütte biegen wir rechts ab ins Sollbachtal . An den Limbacher Weihern vorbei kommen wir zur Kläranlage an der Hauptstraße. Wir überqueren auf der Hauptstraße die Prims und fahren in Richtung Schmelz. Am Hundedressurplatz geht es rechts ab an der Prims entlang. Vor Überlosheim biegen wir scharf links ein und fahren den Berg in Richtung Auschet hoch. Über ein Holzbrett geht es links weiter hoch den Geologischen Pfad entlang. Der Pfad ist nicht immer gut zu sehen und bringt uns mit etwas Glück unterhalb von Auschet und oberhalb von Nunkirchen wieder ins Freie. Über einen Teerweg mit Blick auf den Lückner sind wir schnell in Michelbach…
(geschrieben 07/2002/aktualisiert 5/2018)
GPS-Daten auf Komoot


Eine längere, aber schöne Variante holt den Schaumberg mit: im April 2015

 

… eine andere Beschreibung aus dem Tagebuch:

    Fahrer/innen: mit Uwe und Sebastain
    Strecke: Nunkirchen, Bardenbach, Lockweiler, Meweskreuz, Kastel, Peterberg, Bostalsee, Ritzelberg, Scheuern
    Dauer/Länge/Höhenmeter: 4 Std / 67 km / 1000 hm
    Wetter: 27 Grad, Sonne

Kostenlos Tretboot fahren
… das war der Höhepunkt. U und S stürzen sich direkt auf ein freies Boot. Die Bikes werden hinten rein gewuchtet. Und los geht es. Fahrt nicht zu weit weg, rufe ich noch, und schon strampeln die beiden los. Mensch, geht das heute leicht, denkt U, habe ich abgenommen? Oder hat S so viel Kraft?
Nachdem ausreichend gelacht und genügend Fotos geschossen sind, setzen wir unsere Tour per Bike wieder fort. Tretbootfahren auf der Wiese ist doch nicht so reizend…

Die Baustelle
Der See ist leer, fast leer. Schon halb zugewachsen, mit Bauzaun vorne dran, bietet der Bostalsee ein trauriges Bild. Wegen Reparaturen an der Staumauer ist er um etwa 8 Meter abgelassen worden und sieht wie eine große Pfütze aus. Wenig Leben ringsum. Das Restaurant am Jachthafen beschallt den See laut mit deutschen Schlagern, zwei Radwanderer sitzen auf der Terrasse, das hilft alles nicht…
Auf dem Weg bis zum Bostalsee gab es noch mehr „Enttäuschungen“ zu besichtigen. Das Meweskreuz hinter Lockweiler ist nur ein halbes. Der Querbalken fehlt: geklaut, zur Renovierung? Auf jeden Fall sieht es seltsam aus.
Die Sternwarte kommt uns recht putzig, klein und spielzeugmäßig vor. Dort soll ein dickes Fernrohr stehen. Wir müssen wohl einmal eine Besichtigung mitmachen.
Oben auf dem Peterberg kommt der nächste Dämpfer: ein großes Schild das Mountainbikern verbietet, den sehr breiten Wanderweg runter nach Braunshausen zu fahren. Wir müssten mit der Kinderbahn fahren. Ob die aber unsere Bikes transportieren. Die müssten wir dann dem „Almkönig“ anvertrauen!

Die Peterkapelle
Erfreulich dann: die Peterkapelle. Wir gönnen uns ein paar Augenblicke Ruhe, betrachten die Kerzen und die bunten Fenster. Der Opa, der dazu kommt, hätte uns gern noch mehr von sich erzählt: 82 Jahre, jeden Tag 5 Stunden wandern…

Info
An der Stelle der heutigen Kapelle hat schon im 13. Jahrhundert eine Kapelle gestanden. Sie war aus Holz und wurde im 16. Jahrhundert mit Steinmauern verstärkt. Ende des 18. Jahrhunderts sei sie zerfallen, heißt es in einer Niederschrift.
In vorchristlicher Zeit soll der Peterberg ein Wetterberg, und dem heidnischen Gott Donar geweiht gewesen sein. Später, so will es der Volksmund wissen, hätten böse Geister ihr Unwesen auf dem Berg getrieben. Vor allem seien das Wetterhexen gewesen, die den ringsum ansässigen Bauern mit Blitz und Donner die Ernten vernichtet hätten.
Das Christentum räumte mit diesem geisterhaften Gedankengut gründlich auf. Der Peterberg hatte im Mittelalter auch den Status eines Grenzberges. (aus: www.neunkirchen-nahe.de

Volle Flaschen
Flaschen füllen wir an der Nahequelle. Beim Hofgut Imsbach besuchen wir noch die Kapelle und gönnen uns dann einen schönen Weg bis nach Tholey…
Der Rückweg über den Ritzelberg bietet weder Überraschungen noch Enttäuschungen…

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